Stephania Lena
SL - Service für Ihre tierischen Lieblinge
Tierheilpraxis - Haustierservice - Reitunterricht

Tierheilpraxis - Therapie mit medizinischen Blutegeln

 


Die Geschichte des medizinischen Blutegels, des Hirudo medicinalis, reicht zurück bis ins 4. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. So wusste man seinerzeit schon die blutentziehenden Methoden wie Aderlass, Schröpfen oder Blutegel heilwirksam einzusetzen. Zunächst ging es rein um Blutentzug. Erst viele Jahrhunderte später wurden weitere Heilkräfte des Blutegels erforscht. So konnte man nachweisen, dass die Blutegel, die zur Familie der Würmer zählen, nicht nur Blut entziehen, sondern auch Stoffe an den Organismus abgeben. Die Wirkmechanismen der Speichelinhaltsstoffe der medizinischen Blutegel sind einzigartig. Hirudin wurde im Speichel der Tiere nachgewiesen. Es hemmt die Blutgerinnung. Es ist jedoch nicht der einzige Bestandteil des Speichels, sondern es wurden weitere biologisch aktive Substanzen nachgewiesen. So z.B. eine entzündungshemmende Substanz.

Blutegel sind nach der Gesetzeslage ein Medizinprodukt, das den Qualitätsstandards von Arzneimitteln unterliegt. Die Behandlung mit Blutegeln ist für das Tier weitgehend schmerzfrei. Tiere akzeptieren die Behandlung daher in der Regel widerstandslos. Blutegel geben mit dem Speichel auch schmerzlindernde Stoffe ab, sodass das Tier die angesetzten Blutegel gut tolerieren kann. Nach einer Behandlung blutet die Wunde nach. Dies ist gewollt und erwünscht und entsteht durch die mit dem Speichel abgegebenen, blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen. Die Wunde kann gut offen bleiben, lediglich bei im Haus gehaltenen Tieren sollte ein saugfähiger Verband vor Verunreinigungen schützen.

Blutegel können indiziert sein bei:

• chronischen und akuten Gelenkbeschwerden
• jeglichen Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen
• Bisswunden
• wildem Fleisch
• Euterentzündung bei milchgebenden Tieren
• Ödemen und Blutergüssen, sowie Phlegmonen
• Fesselringbandsyndrom (Pferd)
• Abszessen